Verdunstung
Verdunstung bezeichnet den Prozess, bei dem flüssiges Wasser von der Erdoberfläche in die Luft übergeht. Damit ist sie eine existenzielle Basis des Wasserkreislaufs. Es wird zwischen Evaporation (die Verdunstung von Oberflächen) und Transpiration (der Ausstoss von Wasserdampf durch Pflanzen im Rahmen der Photosynthese) unterschieden, die unter dem Begriff Evapotranspiration zusammengefasst werden.
Bei der Verdunstung wird durch die Energie der Sonne flüssiges Wasser in Wasserdampf umgewandelt, welcher in die Atmosphäre entweicht. Die eingehende Sonnenenergie, die die Temperatur erhöht, ist also der wichtigste Parameter. Auch viel Wind, welcher den entstehenden Wasserdampf wegträgt, trägt zu einer höheren Verdunstung bei. Diese Faktoren tragen zur potentiellen Verdunstung bei. Sie gibt an, wie viel Wasser unter den gegebenen Bedingungen verdunsten kann. Sie nimmt mit der Höhe ab.
Damit Wasser verdunstet werden kann, muss dieses aber auch verfügbar sein. Wenn nach ein paar Wochen Trockenheit die Böden ausgetrocknet sind, können die Bedingungen noch so ideal sein – es verdunstet kein Wasser mehr. Die reale Verdunstung (auch tatsächliche oder veraltet aktuelle Verdunstung) gibt an, wie viel Wasser tatsächlich verdunstet. Sie hängt sowohl von der potentiellen Verdunstung als auch vom momentan verfügbaren Wasser ab. Ausser über Seen, wo immer Wasser verfügbar ist, fällt die reale Verdunstung also stets geringer aus als die potentielle.
Pflanzen sind für ihren Wachstum auf Wasser für die Transpiration angewiesen. Sie leiden also darunter, wenn über längere Zeit die Böden austrocknen und zu wenig Wasser für die Verdunstung zur Verfügung steht.
Referenzen und weiterführende Literatur
November 2025, Basil Stocker, auf Basis des Berichts Wasser in der Schweiz – ein Überblick



