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Zur Komplexität von Landschaft in der Ausbildung

Dozierendentreffenden zur Vernetzung der Landschafts(aus)bildung am 23. März 2026

In der Landschaft treffen unterschiedliche Interessen, Werte und Disziplinen aufeinander. Wie kann die Landschaftsbildung mit dieser Komplexität umgehen? Was können Dozierende den Studierenden mit auf den Weg geben? Welche Unterrichtsformate helfen? Auf diese Fragen suchten Landschaftsdozierende bei ihrem Austausch am 23. März 2026 Antworten.

Dozierende im regen Austausch über die Landschaftsbildung
Dozierende im regen Austausch über die Landschaftsbildung
Dozierende im regen Austausch über die LandschaftsbildungImmagine: M. Massmünster
Immagine: M. Massmünster

Als Metapher für die Komplexität der Landschaft dienen Bäume in der Stadtlandschaft. So gibt es etwa zahlreiche Grundlagen, wie ein Baum zu pflanzen ist – von einem Rahmenplan zu Massnahmenkatalogen, von Richtlinien zu Reglementen. Dabei überschneiden und widersprechen sich die Werte, Ansprüche und Interessen. Das Planungsamt muss eine Abwägung machen. Ebenso soll die Ausbildung Studierende befähigen, mit Zielkonflikten umzugehen.

Werte reflektieren

Woher kommen die unterschiedlichen Werte, Ansprüche und Interessen? Vorstellungen von Landschaft und damit verbundene Werte sind historisch gewachsen. Und sie verändern sich weiter, auch je nach sozialem Umfeld. In ihnen spiegeln sich gesellschaftliche Machtverhältnisse, etwa bei den Fragen, was schön ist oder was eine Landschaft leisten soll. Indem die Landschaftsausbildung diese historische Einordnung ins Zentrum stellt, können Studierende lernen, eigene und fremde Werte zu erkennen, zu hinterfragen und bewusst in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Inter- und Transdisziplinarität stärken

Landschaft wird durch unterschiedliche fachliche "Brillen" betrachtet. In der Lehre gilt es, diese Perspektiven sichtbar zu machen und miteinander in Beziehung zu setzen. Ziel ist es, disziplinäre Grenzen zu überwinden und ein integratives Verständnis zu fördern. Auch um den vielfältigen Anforderungen in Planung und Praxis gerecht zu werden, ist die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen zentral. Lehrformate sollten daher den Austausch und gemeinsames Lernen ermöglichen. Dabei ist es lohnenswert, den Fokus weg von isolierten Berufsprofilen zur Stärkung von Kompetenzen zu verlegen. Des Weiteren sind modulare Studiengänge und studiengangübergreifende Module hilfreich – um die grundlegenden Konzepte anderer Disziplinen kennenzulernen.

Das Vernetzungstreffen leistete einen wichtigen Beitrag zur gemeinsamen Reflexion von Landschaft in der Bildung. In einem nächsten Schritt gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.

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Dr. Michel Massmünster
SCNAT
Forum Paesaggio, Alpi, Parchi (FoLAP)
Casa delle Accademie
Casella postale
3001 Berna